Das Schichtsystem bei Outdoorbekleidung - Teil 4: Midlayer 2

Gerade bei den aktuellen Temperaturen weit unter null ist die nächste Schicht unseres „Schichtsystems für Bekleidung im Outdoorbereich“ sehr interessant und vor allem notwendig.

Isolation
Die Isolationsschicht kann zwei Dinge erfüllen. Sie speichert unsere abgestrahlte Körperwärme und sorgt so an einem noch kühlen Morgen für einen guten Start ohne Zittern und Bibbern. An kalten Tagen können wir warm genug unterwegs sein. Die Isolationsjacke kann ergänzend zum Fleece getragen werden, aber ihn als Midlayer auch ersetzen. Somit könnt ihr Gewicht sparen, leichter unterwegs sein und friert trotzdem nicht. Eine isolierende Jacke kann bei Märschen an kühlen Tagen während der Rast übergeworfen werden, um den Körper vor dem Auskühlen zu schützen, wird aber an kalten Tagen oft durchgängig benötigt. Die Produkte aus dieser Kategorie bestehen entweder aus Daunen oder synthetischen Materialien. Während Daunen als Naturprodukt über hervorragende Wärmeeigenschaften verfügen, atmungsaktiv und federleicht sind, haben sie den großen Nachteil, dass sie bei Nässe verklumpen und nicht mehr wärmen. Auch der Gewinn der Daune ist leider immer noch mit Tierquälerei verbunden. Im Wärme/Gewichtsverhältnis gibt es aber keine bessere Wahl als Daune. Moderne Kunstfasern wie G-Loft bieten vergleichbare Eigenschaften und wärmen darüber hinaus auch in nassem Zustand. Die Dicke der Jacken sollte an die Temperatur und das Aktivitätslevel angepasst werden. Die entsprechende Stärke wird in gr/m² angegeben, wodurch sich ergibt, dass je höher das Gewicht pro Quadratmeter ist, desto wärmer ist die Jacke, da mehr Luftpolster entsteht, dass die Wärme speichern kann. Durch das Schichtsystem haben wir die Möglichkeit, einzelne Schichten auszuziehen, ohne nur noch im T-Shirt dastehen zu müssen, wenn wir uns mal verstärkt bewegt haben. Atmungsaktive, schnell trocknende und wärmende Produkte gibt es in vielen unterschiedlichen Ausführungen. Verfügt dieses dann noch über eine Kapuze, kann über den meist höheren Kragen der Hals besser geschützt werden, selbst wenn die Kapuze nicht genutzt wird. Eine Isolationsjacke solltet ihr immer dabeihaben, denn früh morgens oder abends können die Temperaturen auch im Sommer noch niedrig sein oder es kommt tagsüber ein plötzlicher Wetterumschwung. Eine Kombination mit dem Fleece ist an kalten Tagen möglich, um nicht auszukühlen, bevor es in den Schlafsack geht. Je nach Dauer eures Trips kann aber auch nur ein T-Shirt untergezogen werden, wenn der Wetterbericht es zulässt. Denkt aber daran, dass es in den Isolationsjacken ein kleines bisschen dauert, bis sie wärmen, da sich die Körperwärme erst im Material fangen muss.

Nächste Woche geht es weiter mit Teil 5.

Hier gibt es die anderen Teile unserer Blogserie:
Teil 1: Grundlagen
Teil 2: Baselayer
Teil 3: Midlayer - Fleece

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